Handliche Metallbandsäge
- Theo
- 9. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Wenn man mit Metallen arbeitet, benötigt man eine taugliche Metallsäge. Das kann in der Werkstatt eine große, wuchtige Kreissäge, eine altmodische Bügelsäge oder auch eine moderne Bandsäge sein.
Wenn man auf der Baustelle Rohre oder Profilstähle ablängen muss, hat man mit einer handlichen Metallbandsäge ein brauchbares Gerät zur Hand. Die Maschine auf dem Foto wiegt nur 21 kg. Natürlich liegt die Qualität in erster Linie in der Güte des Bandsägeblattes. An dieser Stelle sollte man als Handwerker nun wirklich nicht sparen. Aber was für den Handwerker gilt, kann auch ein Heimwerker gut gebrauchen.
Ein hochwertiges Sägeband schneidet nicht nur schneller, sondern auch gerade. Deshalb kann man genaue Gehrungen und 90°‑Schnitte erzielen, die sich z. B. mit Verbindungsteilen sauber zusammenfügen lassen. Für uns häufig im Geländerbau aus Edelstahl vor Ort wichtig.

Was alles auf einer solchen Maschine geschnitten werden kann, ist auf dem 2. Bild angedeutet. Sogar (I)PE‑ und (U)NP‑Träger bis 120 mm Breite, aber auch Winkelstähle und Vierkantrohre bis 120 mm sind möglich. Zum Heimwerken dürfte dies in den meisten Fällen locker ausreichen.
Wichtig ist in jedem Fall, das Sägeblatt beim Anschneiden vorsichtig aufzusetzen. Vor allem bei Schrägschnitten. Vergleichen Sie es mit dem Sägen von Hand. Dass Sie dabei die ersten Striche mit Bedacht setzen müssen, dürfte klar sein. Wenn das Blatt am Anfang abrutscht (verläuft), sucht es sich nach und nach den Weg zurück in die Senkrechte. Daraus entsteht unweigerlich ein schräger Schnitt.
Immer etwas Schneideöl auf das Werkstück vor dem Schnitt tupfen. Nicht auf das Band! Das beginnt sonst bald damit, auf der Antriebsrolle zu rutschen. Die Dosierung ist nicht einfach. Aber es sollten sich niemals Tropfen am Band bilden. Eher zu wenig als zu viel schmieren, in diesem Fall.
Auch darauf achten, die verstellbare Bandführung stets so nahe wie möglich am Werkstück zu halten. (Gemeint ist die Distanz zwischen den Führungsrollen. Gut sichtbar auf Bild 5.) Durch diese wird das Band stabilisiert und so weit verdreht, dass es genau senkrecht schneidet.
Die (meistens) regelbare Drehzahl der Maschine bei Stahl eher tief halten. Sobald Rauch aufsteigt, wird es kritisch mit der Temperatur. Druck und/oder Bandgeschwindigkeit verringern. Das gilt besonders auch bei Edelstahl, der ja noch härter ist.
Sehr breite Teile eventuell eher hochkant sägen, falls in der Dimension möglich. Das geht deutlich leichter und schneller. Allerdings ist das Verlaufen ebenso eher möglich. Immer den Druck auf die Maschine beim Sägen entsprechend anpassen.

Wie auf allen Maschinen mit scharfem Werkzeug: Vermeiden Sie Kontakt mit Zementstaub oder auch anderen Verschmutzungen auf dem Material. Das Blatt ist nicht schärfbar und kostet gute 50 Euro, je nach Länge. Es kann allerdings auch brechen, die Belastung ist schließlich extrem hoch. Deshalb gehört stets ein Ersatzblatt zum Zubehör.
Zum Wechseln öffnen Sie die Maschine wie auf dem nächsten Bild. Dann entspannen Sie die vordere Umlenkrolle mittels der großen Schraube. (Die Rolle am Motor lässt sich nicht verstellen.)
Achten Sie beim Auflegen des neuen Bandes auf die Richtung der Zähne. Wenn Sie vorsichtig fühlen, muss die scharfe Seite unten zum Motor zeigen. Eventuell kann ein Band in sich verdreht sein (Zähne sind auf der „falschen Seite“). Dann vorsichtig wenden.
Zum Einlegen ist etwas Kraft nötig, damit das Band an den Engstellen vorbeikommt. Trotzdem möglichst keine Zangen oder ähnliches Werkzeug verwenden. Ein Knick im Band führt zu dauerndem Ruckeln und macht genaue Schnitte praktisch unmöglich.

Vorsichtig spannen und kurz laufen lassen, bevor Sie den Deckel wieder auf die Maschine schrauben. Das Band muss sauber mit den Umlenkrollen fluchten, sonst rutscht es beim Sägen nach unten. (Fluchten bedeutet, dass es beim Probelauf an der gleichen Stelle auf der Rolle bleibt.) Bedenken Sie, dass der Anpressdruck beim Sägen in Gegenrichtung auf die Führungsrollen wirkt. Eventuell kann das dazu führen, dass sich das Band nach und nach durch die Abdeckung arbeitet.
Beim Spannen keine Gewalt anwenden, aber auch nicht zu locker lassen. Das Band beim ersten Aufsetzen beobachten. Wenn es hin und her wandert, dann ist es bestimmt zu schwach gespannt.
Das nächste Bild vermittelt Angaben und Ausführungen zum passenden Sägeblatt. Am besten bewahren Sie die Etikette auf, um spätere Fehlkäufe zu vermeiden.

Die Längen sind zwar genormt, aber schwierig abzuschätzen.

Achten Sie auf die korrekte Nullstellung des Anschlages im Schwenkbereich. Gegebenenfalls korrigieren. Eine Einstellung in 45° kann einen eigenen Anschlag (Raste oder Stift etc.) haben, ist allerdings vom Hersteller abhängig.
Unterhalb des Werkstückes ist der Längenanschlag zu erkennen. (Das verschiebbare Auflager ist Eigenbau. Es hat sich jedoch zur Abstützung von kurzen Teilen, die nur knapp in den Schraubstock reichen, bewährt.)



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